Gemeinde Altbach

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Neues aus dem Rathaus

Wechsel im Gemeinderat - Gemeinderat Dr. Hans-Dieter Reeker verlässt nach 33-jähriger Tätigkeit den Altbacher Gemeinderat - Jochen Beutel rückt nach

(Bürgermeister Funk mit dem scheidenden Gemeinderat Dr. Hans-Dieter Reeker (mi.) und dem neuen Gemeinderat Jochen Beutel (re.))
(Bürgermeister Funk mit dem scheidenden Gemeinderat Dr. Hans-Dieter Reeker (mi.) und dem neuen Gemeinderat Jochen Beutel (re.))

Am 20. November ging nach 33 Jahren das ehrenamtliche Engagement von Gemeinderat Dr. Hans-Dieter Reeker auf eigenen Wunsch im Gemeinderat der Gemeinde Altbach zu Ende.
Dr. Hans-Dieter Reeker gehörte erstmals vom 24.10.1971 bis Ende 1975 dem Altbacher Gemeinderat an. Anschließend pausierte er fast vierzehn Jahre um sich 1989 erneut für die Wahl zum Gemeinderat aufstellen zu lassen und seitdem regelmäßig wiedergewählt zu werden. Die Bürgerinnen und Bürger haben ihm bei den jeweiligen Wahlen immer ein eindrucksvolles Zeugnis ausgestellt. Seine Wahlergebnisse summierten sich in diesen insgesamt 8 Gemeinderatswahlen auf stattliche 11.166 Stimmen.
In den insgesamt 33 Jahren Gemeinderatstätigkeit hat Gemeinderat Reeker an rund 1.000 öffentlichen und nichtöffentlichen Sitzungen des Gemeinderats mit über 5.500 Beratungspunkten teilgenommen.
„Ein Ausscheiden das schmerzt, denn Sie werden eine Lücke hinterlassen die erst wieder gefüllt werden muss. Denn Erfahrung und Wissen, wie und weshalb Entscheidungen getroffen wurden und welche Beweggründe zu Grunde lagen sind auch bei Entscheidungen die gegenwärtig und zukünftig getroffen werden zu berücksichtigen. Ein weiterer Grund liegt aber vor allem in Ihrer Person und Arbeitsweise begründet, wie Sie dieses Amt ausgeführt haben“ führte Bürgermeister Funk in seine Laudatio aus. Er wies außerdem darauf hin, dass Herr Dr. Hans-Dieter Reeker nach Gemeinderat Helmut Maschler und Gemeinderat Mathias Lipp der dienstälteste Gemeinderat im Gremium war.


Bürgermeister Funk führte weiter aus: „So werden Sie heute nicht nur als Gemeinderat verabschiedet, sondern auch als Fraktionsvorsitzender der SPD-Gemeinderatsfraktion, ein Amt das Sie seit 1998 begleiten. Hier ist zu erwähnen, dass Sie von 1999 bis 2014 zusätzlich als zweiter stellvertretender Bürgermeister gefordert waren und die Gemeinde Altbach in besonderer Weise repräsentiert haben.“ 

Eines der weitreichendsten und für die Gemeinde auch bedeutsamsten Themen während der Amtszeit von Hans-Dieter Reeker war die Gemeindereform, welches zu Beginn seiner Amtsperiode auf der Agenda stand. Hier ging es um nicht weniger als um die Frage ob und unter welchen Voraussetzungen die Gemeinde ihre Selbständigkeit bewahren kann.
Der Zusammenschluss mit Zell war beschlossene Sache, bis im Landtag der Anschluss von Zell nach Esslingen diskutiert wurde. Eine andere Lösung war ein dreier Bündnis von Altbach, Deizisau und Zell. Schließlich ergab 1973 eine Umfrage, dass sich 1.013 Bürger Altbachs, 52,35 % für die Zielrichtung Plochingen ausgesprochen haben was zur Gründung des Gemeindeverwaltungsverbands führte und Altbach die Selbständigkeit bewahrte, was im Rückblick die richtige Entscheidung für die Entwicklung der Gemeinde war. Weitere Themen über den gemeindlichen Tellerrand hinaus waren die Müllverbrennungsanlage in Sirnau aber auch die Verlängerung der Start- und Landebahn beim Flughafen mit der möglichen Errichtung einer parallelen Landebahn.
Aber auch in der Gemeinde selbst gab es wichtige und weitreichende Entscheidungen:
-       Sanierung des Hallenbads
-       Umbau der Gemeindehalle
-       Renovierung des Mittelbaus der Schule und Mensaanbau
-       Das Kraftwerk mit dem HKW II
-       Erdgasanschluss des Höhengebiets
-       Weiterentwicklung der frühkindlichen Bildung, der Kinderbetreuung mit Einführung des Waldkindergartens, erste Kindergruppe in der Wuselvilla und der Bau des Kinderhauses Vogelwiesen
-       Sanierung der Bachstraße
-       Peoplemover
-       Fischtreppe
-       Sanierung des Friedhofs und Möglichkeiten neuer Bestattungsformen
-       Der Verlust der weiterführenden Schule, der Werkrealschule
-       Ansiedlung neuer Gewerbebetriebe
-       Entwicklung neuer Baugebiete aktuell Losburg sowie Neubau des Rathauses
Bürgermeister Funk bedankte sich im Namen des Gemeinderates, der Verwaltung, der Bürgerschaft und auch ganz persönlich, für die 33-jährige, engagierte und erfolgreiche Arbeit im Gemeinderat zum Wohle der Altbacher Bürgerinnen und Bürger.
 
Gemeinderätin Andrea Barth schloss sich den Worten von Bürgermeister Funk an und würdigte die sehr engagierte Tätigkeit von Hans-Dieter Reeker in der SPD-Fraktion und im Gremium. Gemeinderätin Barth sagte: „Du hast dich bei der Ausübung deiner Ämter in besonders hohem Maße um unsere Gemeinde verdient gemacht hat. Die Wertschätzung für ein solches ehrenamtliches Engagement wurde durch die Verleihung der Bürgermedaille in Gold vor ziemlich genau zwei Jahren zum Ausdruck gebracht. Hans-Dieter Reeker ist bis heute zweifelsohne ein Aktivposten im Gremium gewesen. Er hat was zu sagen und tut dies auch stets konstruktiv, sachlich und gut vorbereitet. Es ist für mich immer ein Genuss, seinen Ausführungen oder Haushaltsreden zuzuhören bzw. zu lesen. Diese sind inhaltsreich und einfach immer super gut strukturiert. Man versteht, was der Gemeinderat Reeker dem Gemeinderat zu sagen hat. Hier schlägt dann auch der Lateinlehrer Hans-Dieter Reeker durch. Nämlich die analytische, systematische und bisweilen auch pädagogische Herangehensweise an Themen. Politik hat mit Pädagogik gemeinsam, dass man andere überzeugen möchte. Hans-Dieter deine Stärke als Gymnasiallehrer war hier für uns alle von Vorteil“. Dr. Reeker ist neben seiner Arbeit als Gemeinderat und Ortsvereinsvorsitzender auch im Arbeitskreis Asyl und als Geschäftsführer der Bürgersolaranlage auf dem Dach der Schule tätig. Gemeinderätin Barth bedankte sich für all die Jahre der vertrauensvollen und freund­schaftlichen Zusammenarbeit.
 
Abschließend verabschiedete sich Gemeinderat Dr. Hans-Dieter Reeker und sagte: „Ich verlasse meine Fraktion, mit der zu diskutieren und zu planen ich stets als ein Gespräch unter Freunden empfunden habe, unter gleichrangigen wohlgemerkt, auch wenn es einen primus inter pares geben muss. Jede und jeder hat seine Rolle selber bestimmt, was man auch an den über die gesamte Fraktion verteilten Redebeiträgen in den Sitzungen unschwer erkennen konnte. Fraktionszwang gab es nie. Das wird, da bin ich mir sicher, so bleiben. Im Rückblick auf unsere rotweingestützten Fraktionssitzungen kommt übrigens doch noch das Wort „Spaß“ zu seinem Recht. Im geschützten Raum liefert die Kommunalpolitik viele Anlässe zu Heiterkeit und lautem Lachen. Diese Gemeinschaft wird mir fehlen, der Rotwein wird bleiben“. Er bedankte sich bei den Gemeinderatskollegen sowie bei der Verwaltung und wünschte seinem Nachfolger Jochen Beutel einen guten Start. 

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